Die Anforderungen sind klar: Der Radweg soll in der Regel mindestens vier Meter breit sein, um einen reibungslosen Überhol- und Begegnungsverkehr zu ermöglichen. Starke Steigungen soll es ebenso wenig geben wie Kreuzungen, damit die Radler möglichst schnell und ohne Stopps vorankommen. Der Radschnellweg soll vor allem Pendler im Einzugsbereich des Radwegs zum Umsteigen aufs Fahrrad bewegen, aber auch für Ausflügler in die Wetterau soll er interessant sein. Bei einer ausgedehnten Radtour haben am letzten Montag CDU-Mitglieder der Stadtverordnetenfraktion Bad Nauheim und des Magistrats mit interessierten Bürgern die Trassenvorschläge des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain abgefahren. Die Trassenvorschläge sehen vor, dass der Radschnellweg nördlich des Wohngebiets „Am Hempler“ das Bad Nauheimer Stadtgebiet erreicht und bis zum Wohngebiet „Bad Nauheim Süd“ an der Grenze zu Friedberg das Stadtgebiet durchquert. Die vorgeschlagene Westtrasse sieht vor, dass der Radweg über den Kurbezirk und die Kreisstraße nach Friedberg geführt wird. Bei Realisierung der Osttrassenführung ginge es entlang des vorhandenen Radwegs an der Usa nach Friedberg. Für die Osttrasse gibt es noch einen weiteren alternativen Vorschlag über die Frankfurter Straße und das neue Gewerbeband entlang der Frankfurter Landstraße. Bad Nauheim Süd und die Stadtgrenze von Friedberg würden dann über die Feldbergstraße erreicht. Im Rahmen der Befahrung der vorgeschlagenen Alternativen des Regionalverbandes kam es zu lebhaften Diskussionen. Vorab sei festgestellt: Mit Realisierung des Radschnellwegs FRM 6 wird der Radverkehr auch in Bad Nauheim mehr an Bedeutung gewinnen! Eine alternativlose Wegeführung wird es nicht geben. Jeder Routenvorschlag hat seine Vor- und Nachteile, welche gut abgewogen werden müssen, damit kein Verkehrsteilnehmer übermäßig eingeschränkt wird. Die Zahl der radelnden Pendler nimmt beständig zu und durch den Ausbau sollen noch mehr Menschen vom Umstieg auf das Rad überzeugt werden. Entscheidet man sich für eine Routenführung durch den Kurbezirk und entlang der Usa, wird man bei den Planungen vor allem mögliche Konflikte mit Fußgängern berücksichtigen müssen, da dort viele Spaziergänger unterwegs sind. Unabhängig davon, welche der vorgeschlagenen Routen realisiert wird, ermöglicht jede Alternative, dass die in Bad Nauheim vorhandenen Arbeitsplätze aus umliegenden Städten und Gemeinden schneller und besser mit dem Fahrrad zu erreichen sind mit positiven Auswirkungen auf den innerstädtischen Verkehr. Im Rahmen der Befahrung wurden auch die kritischen Punkte der einzelnen Vorschläge diskutiert. Es gab auch Anregungen hinsichtlich der Einbeziehung von Nieder-Mörlen und die Anbindung an das Friedberger Stadtgebiet und die Weiterführung durch Friedberg. Diese Vorschläge wurden ebenfalls befahren.


Bildunterschrift von links:
Armin Kreuter, Steffen Mörler, Gerhard Bennemann, Jennifer Jordis, Sebastian Schmitt, Albert Möbs, Erhard Walter

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